Die schönste Zeit des Jahres, die Urlaubszeit. In der aktuellen LUV und LEE geben wir im Special „LUV&LEE reist“ viel Inspiration für Ihren Urlaub – im Nordwesten und darüber hinaus. Heute: Der Schlafstrandkorb im Wangerland.

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Mietwohnwagen, Ferienwohnungen, Schlafcubes und NordseeKarren – diese Schlafangebote sind alle an Ostfrieslands Küste zu finden und stehen im Zeichen von Glamping statt Camping. Von Norden bis Dangast findet sich das Angebot der außergewöhnlichen Übernachtungsangebote. Eine reizvolle Möglichkeit, den Strand ab 18 Uhr nicht verlassen zu müssen, bieten die Schlafstrandkörbe an Ostfrieslands Küste. Insgesamt gibt es sechs der begehrten Körbe – einer davon steht in Hooksiel und war für LUV&LEE für eine Nacht ein gemütliches Schlafdomizil.

In Hooksiel im Wangerland planen wir zwei Tage und eine Nacht. Der Check-In findet im Rezeptionsgebäude auf dem Hooksieler Campingplatz statt. Nach Schlüsselübergabe und kurzer Einweisung geht’s mit dem Auto Richtung Hooksieler Strand, Strandabschnitt 1. Wer Hooksiel kennt, weiß, dass der Strand entlang des Deiches sehr lang ist. Es gibt jedoch ausreichend Parkmöglichkeiten, sodass der Fußweg zu unserem bisher unbekannten Schlafobjekt nicht weit ist. Der Korb steht direkt am Strand auf einer kleinen Dünenanhöhe mit genügend Platz drumherum. Bis zum Meer sind es etwa fünf Meter.

Das Bett für die Nacht: 1,40 Meter breit und 2 Meter lang

Domizil für eine Nacht: Der Schlafstrandkorb in Hooksiel. CA-Foto
Domizil für eine Nacht: Der Schlafstrandkorb in Hooksiel. CA-Foto

Nachdem wir den Schlafstrandkorb geöffnet und unsere wenigen Sachen verstaut haben, machen wir es uns mit dem freien Meerblick erst einmal gemütlich. Die Betten sind frisch bezogen, am Kopfende steht uns eine kleine Ablage zur Verfügung. Eingelassen sind drei kleine Lampen, die sich am Abend eher als Notbeleuchtung herausstellen. Viel Komfort gibt es nicht, aber das ist uns nicht so wichtig.  Mittlerweile ist es Nachmittag und die Sonne heizt den Korb im Inneren ordentlich auf. Durch die vielen Fenster kommt genügend Licht hinein, sodass wir auch auf das Wasser schauen können, wenn der Korb geschlossen ist. Er hat übrigens immerhin 1,40 Meter Breite und 2 Meter Länge; zwei Personen finden hier bequem Platz. Wir sind die ersten Gäste in dieser Saison, die neben dem Schlüssel auch Heizdecken mitbekommen haben. Die Wettervorhersage verspricht eher eine kalte Nacht, von daher sind wir ganz froh darüber.

Verdeck geschlossen: Blick aus dem Schlafstrandkorb. CA-Foto
Verdeck geschlossen: Blick aus dem Schlafstrandkorb. CA-Foto

Am frühen Abend machen wir uns für einen Spaziergang auf den Weg in Richtung Campingplatz. Das Areal liegt ungefähr drei Kilometer vom Schlafstrandkorb entfernt. Der Weg ist nicht zu unterschätzen – man läuft entweder direkt am Meer entlang oder auf dem nahelegenden Fuß- und Radweg. Der Weg führt an den verschiedenen Strandbuden vorbei. Abendessen gibt es im Restaurant des Campingplatzes.

Wir kehren rechtzeitig zurück, sodass wir den Abend noch in unserem Strandkorb genießen können. Der Strand ist mittlerweile menschenleer.

Irgendwann verabschieden sich auch die Möwen und bis auf das beruhigende Schwappen der Wellen hören wir nichts. Faszinierend und beruhigend.

Einschlafen mit der Brise des Windes und den Geräuschen des Watts

Seeluft macht müde und irgendwann wird es kühl; wir schließen die vordere Klappe des Schlafstrandkorbes. Vorher steht uns ein separates WC mit Dusche im Strandhaus 1 zur Verfügung, ums uns bettfertig zu machen. Man läuft weniger als fünf Minuten. Warm angezogen für die Nacht, probieren wir die Heizdecken aus, da das Thermometer doch nur sechs Grad anzeigt. Leider ist der Akku an einer der Heizdecken kaputt, sodass es bei einer bleibt. Die Körperwärme und die Abwärme einer Heizdecke lassen die Temperatur unter der Bettdecke steigen – zumindest bilden wir uns das ein und schlafen mit der Brise des Windes und den Geräuschen des Watts ein.

Faszinierend ist der nächste Morgen. Pünktlich um sieben Uhr haben die Möwen die Nacht für beendet erklärt. Frisch weht der Duft des Wattenmeeres zu uns herüber. Kalt ist uns auch nicht mehr. Bis 10 Uhr am Morgen haben wir Zeit, den Schlafstrandkorb zu genießen, danach muss der Schlüssel beim Campingplatz abgegeben werden. Unser Fazit: Für eine kurze Auszeit ist der Schlafstrandkorb uneingeschränkt empfehlenswert. Die Nähe zum Meer und die vollkommene Ruhe sorgen schon nach 24 Stunden für absolutes Urlaubsgefühl. Wer es nachts jedoch etwas wärmer mag, sollte auf eine Buchung in den wärmeren Monaten ausweichen.

Noch bis Ende September können Strandbegeisterte den Schlafstrandkorb buchen. Die Saison 2022 startet im Mai. Derzeit kostet eine Nacht 89 Euro.

Ein ruhiger Morgen am Watt. CA-Foto
Ein ruhiger Morgen am Watt. CA-Foto

Das Wangerland

Die Tourismusregion Wangerland im Nordosten der ostfriesischen Halbinsel zieht pro Jahr mehr als zwei Millionen Gäste an. Zum Wangerland gehören unter anderem die Urlaubsorte Hooksiel, Horum, Horumersiel und Schillig. Die Campingplätze in Schillig und Hooksiel direkt an der Nordsee gehören zu den größten in Deutschland. Unzählige Freizeitangebote wie eine Wasserskianlage, zwei Schwimmbäder, mehrere Kinderspielhäuser und die Nordsee-Spielstadt Wangerland sorgen für Urlaubsspaß bei Groß und Klein.

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